[flexy_breadcrumb]

Gute Kommunikation – der Kern von einem wertschätzenden und respektvollen Miteinander!

In diesem Blogartikel geht es um das Thema Kommunikation – um genau zu sein: um gute Kommunikation!

Erfahrungsexpertin Mariella Hinz beschäftigt sich damit, was gute Kommunikation ist und wie wir respektvoll miteinander sprechen können. Außerdem wirft sie einen Blick auf mögliche Herausforderungen und wie wir diese vermeiden. Und welche Säule der Resilienz besonderen Einfluss auf gute Kommunikation hat, verrät sie uns natürlich auch.

Die genauen Inhalte sind:

Das Thema Kommunikation betrifft uns alle! Wir kommunizieren täglich mit unseren Mitmenschen – im direkten Austausch, per Telefon und schriftlich per Email oder Chatnachricht.


In diesem Blogartikel wollen wir uns tiefer gehend mit dem Thema auseinandersetzen. Wir starten mit der grundlegendsten Frage: Was ist eigentlich Kommunikation?

Was ist Kommunikation?

Kommunikation kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Mitteilung“.


Heutzutage verstehen wir darunter die Verständigung untereinander durch das Verwenden von Sprache und Zeichen. Es geht darum, dass eine Nachricht bzw. eine Information weitergegeben wird.

Dabei kann es sich zum Beispiel darum handeln, unserem Gegenüber unsere Empfindungen mitzuteilen: Ich kann sagen „Mir ist kalt.“ um auszudrücken, dass ich friere.

Es wird grundsätzlich zwischen der verbalen und der nonverbalen Kommunikation unterschieden.
Zur verbalen Kommunikation gehören die gesprochenen und geschriebenen Worte, und zur nonverbalen Kommunikation die Gestik und Mimik.


Kinder, die noch nicht sprechen können, kommunizieren beispielsweise nonverbal, und drücken so ihre Bedürfnisse nach Nahrung, Nähe oder Hygiene aus.
Besonders interessant ist:


Das was wir tatsächlich sagen entscheidet nur zu ca. 10% wie wir verstanden werden.


Viel entscheidender sind unsere Körpersprache und die Stimmlage. Diese beiden Punkte wirken zu 90% auf das Verständnis unserer Aussagen ein.

Was macht „gute“ Kommunikation aus?

Was wir selbst als „gute“ Kommunikation empfinden ist individuell, doch es gibt ein paar Anzeichen, auf die wir achten können.


Damit wir respektvoll miteinander sprechen können, ist es wichtig zunächst einmal zu wissen, welches Ziel wir mit unser Kommunikation erreichen oder welche Botschaft wir vermitteln wollen.


Bedeutsam für eine erfolgreiche Kommunikation ist es außerdem, sich auf den Anderen einzulassen, und sich ausreichend Zeit zu nehmen. Ein gehetztes Gespräch zwischen Tür und Angel führt oft zu unnötigem Stress – auf beiden Seiten.

Ein gutes Gespräch erkennt man auch daran, dass die Parteien sich gegenseitig aktiv zuhören. Wir können das aktive Zuhören zum Beispiel körper-sprachlich übermitteln, indem wir Augenkontakt halten, lächeln oder gelegentlich nicken.


Die Kommunikation zwischen mehreren Menschen war dann erfolgreich und zielführend, wenn sich die Gesprächspartner verstanden haben. Das heißt, die Botschaft wurde so überbracht, dass keine Fragen offengeblieben sind und sich niemand Missverstanden fühlt.

Welche Herausforderungen gibt es in der Kommunikation?

Wenn wir miteinander kommunizieren, kann es passieren, dass die Kommunikation missglückt oder anders als geplant abläuft.


Eine der größten Herausforderungen in der Kommunikation sind Missverständnisse und daraus entstehende Konflikte. Diese kommen dann zustande, wenn ich eine Botschaft aussende, die von meinem Gegenüber anders verstanden bzw. interpretiert wird, als ich gedacht oder geplant habe.


Ein Grund, wieso diese Missverständnisse entstehen, liefert dabei das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun, auch bekannt als „Vier-Ohren-Modell“.

Demnach ist es grundsätzlich so, dass eine gesendete Botschaft auf vier unterschiedlichen Ebenen verstanden werden kann. Diese 4 Ebenen sind:

Mit welchem Ohr hörst Du die Nachricht?
  1. Sachinformation (z.B. „Wir haben kein Brot mehr“)
  2. Selbstoffenbarung des Sprechers (z.B. „Ich bin gestresst und habe keine Zeit welches zu kaufen)
  3. Beziehungsebene (z.B. Die Personen leben im gleichen Haushalt und beide sind von der Situation betroffen)
  4. Appell (Aufforderung, z.B. „Besorge bitte Brot“)

Botschaften können also unterschiedlich gesendet und empfangen werden.


Mit welchem „Ohr“ wir eine Nachricht empfangen kann von Person zu Person variieren und ist abhängig vom Kontext und der Beziehung zwischen Sender und Empfänger.


In der Kommunikation kommt es oft dazu, dass Wünsche, Bedürfnisse oder Sorgen nicht direkt ausgesprochen werden. Anhand der bloßen Aussagen lässt sich in diesem Fall nicht erkennen, dass wir vielleicht gerade einen wichtigen Teil der Botschaft übersehen.


Ein Anzeichen für eine „versteckte“ Botschaft kann das Verallgemeinern sein: „Hier kann man sich nicht wohlfühlen“ bedeutet in diesem Fall vielleicht: „Ich fühle mich hier nicht wohl und würde lieber gehen.“

Übrigens: Nicht nur in der verbalen, auch in der nonverbalen Kommunikation kann es zu Missverständnissen kommen. Beispielsweise haben einige uns bekannte Handzeichen im Ausland eine andere Bedeutung.

Wie kannst Du auf Augenhöhe kommunizieren?

Zunächst eine gute Nachricht: Gute Kommunikation kann man lernen!


Indem ich selbst meine eigene Kommunikationsfähigkeit trainiere, kann ich dazu beitragen, Gespräche wertschätzend und erfolgreich zu gestalten. Ich kann lernen, meinem Gesprächspartner auf Augenhöhe zu begegnen.

Für mich war es wichtig zu erkennen: Kommunikation ist keine Einbahnstraße! Ich kann einen entscheidenden Teil dazu beitragen, dass ein Gespräch gut verläuft!


Im Rahmen meiner Ausbildung zur Gruppentrainerin sozialer Kompetenzen nach Hinsch und Pfingsten habe ich für mich festgestellt, dass es viele verschiedene Formulierungen gibt, die mir in einem Gespräch weiterhelfen können. Wenn ich bereits im Vorfeld weiß, dass ein schwieriges Gespräch ansteht hilft es mir mir zu überlegen, wie ich in bestimmten Situationen reagieren möchte. Wenn ich über ein bestimmtes Thema nicht sprechen möchte kann ich sagen: „Ich freue mich über dein Interesse, aber für mich ist heute nicht der richtige Tag um darüber zu sprechen.“ Das ist für mich wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe.


Diese Möglichkeit mich auf ein Gespräch vorzubereiten nutze ich aktiv in meinem Alltag. Wenn zum Beispiel ein Telefonat ansteht oder ich im Rahmen meiner Selbständigkeit einen Termin habe.


Hier findet sich meiner Meinung nach auch eine der Säulen der Resilienz wieder: Eigenverantwortung übernehmen. Ich kann die Verantwortung dafür übernehmen, meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse während eines Gesprächs zu äußern, und zum Beispiel durch eine gute Vorbereitung positiv auf den Erfolg meiner Kommunikation einwirken.

Besonders wichtig ist es in diesem Zusammenhang auch, sich selbst Zeit für den Lernprozess zu lassen, und bei Rückschlägen selbst-fürsorglich mit sich umzugehen z.B. sich selbst in den Arm zu nehmen.


Und auch auch wenn mal nicht alles nach Plan läuft (das passiert!), können wir auch aus einem schwierigen Gespräch lernen. Frage Dich vielleicht:

„Was hat schon gut geklappt?“
„Welche Punkte möchte ich beim nächsten Mal anders machen?“
„Welche Taktik würde mir helfen, meine Botschaft bestmöglich zu übermitteln?“
„Wie hat mein Gegenüber mit mir gesprochen? War er auf Augenhöhe mit mir und hat klar kommuniziert?

Habe ich das richtig verstanden?

Um Missverständnisse zu vermeiden, kann es hilfreich sein deinem Gegenüber gezielte Nachfragen zu stellen. Von Thun nennt diese Methode die „Feedback-Taktik“.


Dabei geht es darum, sich zunächst selbst zu fragen: „Was habe ich verstanden? / Was hat mich verärgert?“ und den Gesprächspartner anschließend an diesen Überlegungen teilhaben zu lassen.
Du kannst sagen: „Habe ich Dich richtig verstanden, dass du …“

Dadurch bezieht man die andere Person mit ein, und bekommt den wichtigen Hinweis, ob das eigene Verständnis mit der gesendeten Aussage des Anderen übereinstimmt.

Sollte dies nämlich nicht der Fall sein, wird Dich Dein Gegenüber korrigieren, und bekommt die Möglichkeit die eigene Botschaft erneut zu senden und vielleicht spezifischer zu formulieren.


Des Weiteren ist es wichtig, in einem Gespräch so genannte „Ich-Botschaften“ zu verwenden. Damit kannst Du Deine Einschätzung zu einer Situation geben, oder Deine Gefühle äußern, ohne der anderen Person ihre eigene Wahrnehmung abzusprechen. Eine Ich-Botschaft kann so aussehen:

„Ich verstehe Deine Wut. Aus meiner Perspektive sah es jedoch so aus, als wäre das nicht gegen Dich gerichtet.“

Für einen guten Einstieg in ein Gespräch ist es ebenfalls wichtig auf die Wahl des Umfeldes zu achten. Es kann hilfreich sein, sich in einen eigenen Raum oder eine ruhige Ecke zurückzuziehen. Dadurch werden Unterbrechungen vermieden wodurch die Kommunikation schneller zu einem Ergebnis kommt, wie beispielsweise dem Schließen eines Kompromisses.


Für eine Kommunikation auf Augenhöhe ist es außerdem wichtig, die Probleme des Anderen nicht kleinzureden oder das Gespräch „drum herum“ zu führen.


Wir können unseren Gesprächspartnern dabei helfen, Lösungen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, wenn wir uns auf sie einlassen und versuchen mir guter Kommunikation voranzugehen.

Zum Schluss möchte ich gerne noch einen Tipp mit euch teilen:


Wie wäre es, wenn ihr Eure Kommunikation zunächst in Eurem Freundeskreis trainiert? Dadurch habt Ihr die Möglichkeit Euch direkt Rückmeldungen einzuholen und ihr könnt in einem „sicheren Rahmen“ verschiedene Formulierungen ausprobieren. Vielleicht merkt ihr dann im Gespräch, welche Worte gut zu Euch passen.

Aktuelle Veranstaltungen mit Mariella

Keine Veranstaltung gefunden

Bildquellen:
Robin Higgins
Hören Verärgern Hände Auf Kopf – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay
geralt
Rücksendung Feedback Nachricht – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay
Feedback Rückmelden Rückmeldung – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

Schreibe einen Kommentar