1. Startseite
  2. /
  3. Resilienz-ABC: Rollenklarheit

Resilienz-ABC: Rollenklarheit

« Back to Glossary Index

Was ist Rollenklarheit?

Bei dem Resilienzfaktor Rollenklarheit geht es um die Fragestellung der selbstgewählten Opferrolle.

Ganz klar geht es hier nicht um das Opfersein, das eine Person betrifft, wenn sie Opfer von Gewalt oder Naturereignissen wurde!

Im Alltag und im Beruf sind wir in unterschiedlichen Rollen unterwegs und manchmal auch in einer – oft unbewusst – selbstgewählten Opferrolle. Diese Opferrolle zeigt sich mit drei unterschiedlichen Gesichtern:

  • Narzissmus zeigt sich als Selbstgerechtigkeit, nur ich kann die richtige Lösung bringen
  • Angriff zeigt sich durch Schuld zuweisen und Verantwortung abgeben
  • Bequemlichkeit zeigt sich darin nach Gründen, statt nach Lösungen zu suchen

Beispiele im Alltag für diese Opferrollen sind:

„Mein Kollege hat seine Aufgabe nicht so gemacht, wie ich das getan hätte. Jetzt muss ich seine Aufgabe auch noch erledigen!“

„Der Zug kam nicht pünktlich, deshalb bin ich schon wieder zu spät. Ich kann dafür nichts.“

„Meine Partnerin macht mich wütend, weil sie die Kaffeetasse nicht in den Geschirrspüler einräumt. Ich habe deswegen den ganzen Tag schlechte Laune.“

Was habe ich von einer angenommenen Opferrolle?

Es ist bequem und einfach die Schuld an andere abzugeben – für die Situation, die Gefühle und für die Lösung. Es gibt auch Menschen, die sich bewusst oder unbewusst durch die Opferrolle Aufmerksamkeit und Zuwendung erhoffen. Und sie auch oftmals vom Umfeld erhalten.

Häufig zeigt sich die Opferrolle als der gewohnte Weg und es bedarf Reflektion, Bereitschaft und Anstrengungen diese zu verlassen.

Wie verlasse ich die Opferrolle?

Der erste Schritt die Opferrolle zu verlassen ist der Wunsch und die Bereitschaft sich zu verändern und aktiv zu werden.

Durch gezielte Reflektion von Mustern und Verhaltensweisen ist es dann möglich zu erkennen, in welchen Situationen wir in einer Opferrolle sind und was wir bewusst oder unbewusst von dieser Rolle haben. Durch diese Erkenntnisse und auch Akzeptanz für die eigenen Gefühle, kann Rollenklarheit entstehen: Ich übernehme die Verantwortung für meine Gefühle und für mein Leben!

« Zurück zur Übersicht