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Resilienz-ABC: ABC-Modell

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Das ABC-Modell ist ein psychologisches Modell von Albert Ellis, das davon ausgeht, dass einem Auslöser (A) nicht sofort eine Emotion/Konsequenz (C) folgt, sondern vorher eine kognitive Bewertung (B) stattfindet.

Was beinhaltet das ABC-Modell von Albert Ellis?

Das ABC-Modell ist ein Konzept von Albert Ellis. Es beschreibt, wie Gedanken die emotionalen und Verhaltensreaktionen eines Menschen beeinflussen. Es spielt eine wichtige Rolle im Kontext die Eigenverantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen.

  • A steht für das aktivierende (oder auslösende) Ereignis (Activating Event), also eine Situation oder ein Vorfall.
  • B bezeichnet die Bewertung, Beurteilung oder Überzeugung (Belief), die eine Person über dieses Ereignis hat.
  • C steht für die Konsequenz (im Englischen: Consequence), also die daraus entstehenden Gefühle und Handlungen. Das Modell zeigt, dass nicht das Ereignis selbst direkt die Gefühle verursacht, sondern die persönliche Interpretation. Dadurch wird deutlich, dass veränderte Denkmuster auch zu veränderten Reaktionen führen können.

In welchen Situationen ist das ABC-Modell hilfreich?

Das ABC-Modell ist besonders hilfreich bei starken emotionalen Reaktionen wie Ärger, Angst oder Enttäuschung. Es kann eingesetzt werden, wenn Menschen feststellen, dass sie in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich negativ reagieren.

Auch bei Stress im Beruf oder in zwischenmenschlichen Konflikten hilft das Modell, innere Bewertungsmuster sichtbar zu machen. In der Beratung und Therapie wird es genutzt, um belastende Gedanken systematisch zu hinterfragen. Es eignet sich außerdem gut für die Selbstreflexion im Alltag.

Wer das Modell anwendet, erkennt schneller, wo eigene Überzeugungen übertrieben oder unrealistisch sind. So können festgefahrene Denkweisen schrittweise verändert werden.

Wie lässt sich das ABC-Modell üben?

Das ABC-Modell lässt sich üben, indem konkrete Alltagssituationen schriftlich analysiert werden:

  1. Zuerst wird das auslösende Ereignis (A) möglichst sachlich beschrieben.
  2. Danach werden die spontanen Gedanken und Bewertungen (B) notiert, die in diesem Moment aufgetreten sind.
  3. Anschließend werden die emotionalen und verhaltensbezogenen Folgen (C) festgehalten. Im nächsten Schritt können diese Bewertungen kritisch geprüft und durch hilfreichere Gedanken ergänzt werden.

Regelmäßiges Aufschreiben fördert das Erkennen typischer Denkmuster. Mit zunehmender Übung gelingt es, Bewertungen schneller zu hinterfragen und bewusster zu reagieren.

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